Content für unterwegs

Interview mit dem ADAC

Das „ADAC Reisemagazin“ ist nicht nur das auflagenstärkste Reisemagazin Deutschlands, es wurde auch mehrfach ausgezeichnet – unter anderem für „Alternatives Storytelling“, vorbildliches Konzept und Design. Umso wichtiger ist es, diese Erfolge in die digitale Welt zu übertragen.

Im Interview sprechen Dr. Carsten Hübner, Geschäftsführer ADAC Medien und Reise GmbH, und Martin Kunz, Chefredakteur „ADAC Reisemagazin“ und der „motorwelt“, mit PressMatrix über das Arbeiten an Urlaubszielen und wie gut sich Print und Digital im Zuge ganzheitlicher Geschäftsmodelle ergänzen können. 

PressMatrix: Da Arbeiten, wo andere Urlaub machen – klingt nach einem tollen Arbeitsplatz. Erzählen Sie uns doch etwas über das „ADAC Reisemagazin“ und über die Arbeit des Teams.

Martin Kunz (MK): Die Redaktion des Reisemagazins ist eine überaus kreative Truppe. Wenn wir uns mit einem neuen Heft beschäftigen, überlegen wir zuerst, was die Klischees dieses Landes oder der Stadt sind. Und dann versuchen wir, diese Klischees zu transportieren, aber auch zu brechen, um das Heft interessant und überraschend zu machen. Im aktuellen Kreta-Heft 2018 finden Sie zum Beispiel ein Familiengespräch der griechischen Götter, die dann von oben über die aktuelle Situation der Ferien-Insel und den Massentourismus sinnieren.
Chefredakteur zu sein ist nicht so erstrebenswert, wie Sie vielleicht denken: Ich schicke Reporter und Fotografen auf schöne Recherchereisen, sitze selbst aber im Büro und beschäftige mich mit juristischen Spitzfindigkeiten der Datenschutzverordnung.

PMX: Das „ADAC Reisemagazin“ wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem achtmal mit dem ICMA (International Corporate Media Award) in verschiedenen Kategorien. Gold gab es 2015 für Alternatives Storytelling. Wie bevorzugen Sie denn Geschichten zu erzählen?

MK: Es ist wirklich toll, und für Journalisten auch wichtig, Preise zu gewinnen. Noch schöner und wichtiger sind messbare Erfolge bei den Lesern. Deshalb darf man nicht verkünstelt an der Zielgruppe vorbeischreiben. Die Lesegewohnheiten ändern sich rapide, deshalb steigern wir den nutzwertigen Anteil und streuen mehr kurzweilige, optische Elemente ins Heft. Wenn ein Interessent am Kiosk das Portugal Reisemagazin durchblättert, muss er das Gefühl haben: Super interessant, alles drin, was ich wissen muss und dazu noch einige überraschende Elemente – abends gönne ich mir ein Glas Rotwein, lese das Heft… ach, was wird das für ein schöner Abend! Vorfreude, Genuss und Lesevergnügen, das muss das Mindset für ein hochwertiges Magazin sein.

PMX: Apropos Storytelling. Welche weiteren Medien nutzen Sie, um Ihre Geschichten zu erzählen?

MK: Die Redakteure, die eine Reportage zusammen mit den Reportern planen, nutzen natürlich alle denkbaren Quellen zur Recherche. Wir legen auch immer Wert darauf, Leute vor Ort zu haben, die sich in der Destination auskennen, Geheimtipps parat haben und unsere Reportage-Ideen auch einordnen können. Denn nicht immer ist die Welt so, wie sie von München aus zu sein scheint. Man per Fernsteuerung kein gutes Israel- oder Budapest-Heft machen.

PMX: Mobilität ist ein Leitkriterium des ADAC, wie setzen Sie das inhaltlich in Ihrem Reisemagazin um?

MK: Wir starten im Magazin immer mit einer großen Mobilitäts-Reportage um eine Destination zu erschließen und groß vorzustellen. Das kann die Motorrad-Tour zum Nordkap sein wie im Reisemagazin Norwegen, eine Camping-Reise durch Portugal oder Lama-Trekking im Südtirol-Heft. Für das ADAC Reisemagazin ist Mobilität besonders wichtig. Wir möchten alle wichtigen Fragen der An- und Abreise, der Verkehrsmittel vor Ort, der Autovermietung, Kosten und rechtliche Themen wie etwa Verkehrsregeln im Magazin abbilden. Es muss umfassendes ADAC Know-how drin sein.

Es gibt eine Reihe von Situationen,in denen das Reisemagazin als App sehr einfach und bequem zu nutzen ist.“ Dr. Carsten Hübner

PMX: Ein weiterer Leitgedanke des ADAC ist es „alle mobilen Menschen in Deutschland, insbesondere jedoch junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahre“ anzusprechen*. Wenn ich mir die Mediadaten anschaue, sind Ihre Leser des Reisemagazins eher zwischen 40 und 60 Jahre alt. Wie vereinen Sie beides miteinander? Ist das ein Grund für die Umsetzung einer eigenen „ADAC Reisemagazin“-App?

Dr. Carsten Hübner (CH): Ja, natürlich wollen wir mit der App neue Zielgruppen erreichen, und natürlich gerade auch die jüngeren. Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass nur junge Leute Apps nutzen: Auch die Generation Ü50 ist inzwischen sehr vertraut mit digitalen Medien, haben Smartphones, nutzen die Appstores etc. Die App ist also tatsächlich eine digitale Erweiterung des Reisemagazins.

PMX: Gab es noch weitere Gründe für eine eigene App?

CH: Es gibt eine Reihe von Situationen, in denen das Reisemagazin als App sehr einfach und bequem zu nutzen ist. Das fängt beim Erwerb an – ich kann spontan einen Titel kaufen, ohne erst zum nächsten Kiosk zu müssen. Dazu kommen die ganzen Komfortfunktionen, also Suche, Lesezeichen etc. Nicht zu vergessen natürlich auch die Archivierung: Alle Titel  sind immer griffbereit und man kann das Regal im Wohnzimmer ggf. für andere Dinge nutzen.

PMX: Welche Anforderungen sollte die App erfüllen?

CH: Ziel war eine maximal einfache Benutzbarkeit durch den Anwender. So wie man ein Printmagazin in die Hand nimmt und darin blättert, an interessanten Geschichten gleich hängenbleibt, manches vielleicht auch erstmal überblättert und später darauf zurück kommt, so sollte es auch in der App funktionieren.

PMX: Warum haben Sie sich für eine Umsetzung mit PressMatrix entschieden?

CH: PressMatrix hat eine umfassende Erfahrung in der digitalen Publikation von Printtiteln vorzuweisen. Die Technik ist ausgereift, der angebotene Funktionsumfang war für unser Anforderungsprofil vollkommen ausreichend und dazu kommen auch noch eine Reihe von Features, die wir aktuell noch gar nicht nutzen aber perspektivisch ebenfalls mit integrieren werden.

PMX: Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der App gemacht? Was sagen zum Beispiel Ihre Kunden?

CH: Die App wird von den Nutzern bisher sehr gut angenommen. Bisher bieten wir ja noch kein Abonnement des Reisemagazins über die App an, sondern „nur“ den Einzelverkauf, aber auch das wurden wir schon gefragt. Das alles nehmen wir als Signal, hier den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

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Das ADAC Reisemagazin als App für iOS, Android und fürs Web.

PMX: Planen Sie in Zukunft weitere Inhalte mobil bereitzustellen, zum Beispiel Audio-Content über den Bordcomputer im Auto?

CH: Wir haben als ADAC Verlag bereits eine Vielzahl unserer Contents digitalisiert. So ist zum Beispiel unsere „ADAC Camping- und Stellplatzführer“-App seit vielen Jahren deutlicher Marktführer im deutschsprachigen Raum und ein gutes Beispiel dafür, dass sich Print und Digital im Zuge von ganzheitlichen Geschäftsmodellen sehr gut ergänzen können.

PMX: Aus dem Nähkästchen: Ich nehme mal an, dass Sie ADAC-Mitglied sind. Wann mussten Sie den ADAC zuletzt wegen einer Panne rufen?

MK: Ich stand einmal mit einem kapitalen Motorschaden auf einer Autobahn in Südfrankreich und habe im Handschuhfach den Auslandsschutzbrief des ADAC gefunden, den damals mein Vater für mich gekauft hatte – das war die Rettung für den ziemlich hilfund mittelllosen Physikstudenten Kunz. Die Story war übrigens viele Jahre später auch ganz hilfreich beim Bewerbungsgespräch als ein neuer Chefredakteur für die „ADAC motorwelt“ gesucht wurde!

*Quelle: Zielgruppen-Analye des Reisemagazins

 

Neben dem ADAC Reisemagazin gibt es auch das Magazin für Camper und Wohnmobilisten „ADAC freizeit mobil“ in der PressMatrix App für iOS und Android sowie als Web-Ausgabe.
Neu im App-Sortiment ist das Kundenmagazin ADAC Urlaub, mit Tipps für die schönsten Urlaubsziele. Die ADAC Urlaub als App für iOS und Android und im Web.

In unserer PressMatrix-Interviewreihe sprechen Verleger, Unternehmer und Experten über das Digital Publishing. Lesen Sie mehr über das digitale Publizieren von Fach-Special-Interest-Mitarbeiter- und Kundenmagazinen.

 

Apps von PressMatrix – Triathlon Magazin

Drei Disziplinen, ein Wettkampf – der Triathlon erfreut sich in den letzten Jahren bei vielen Profis und Hobby-Sportlern gleichermaßen großer Beliebtheit. Und beinahe jeder, der sportlich gesehen etwas auf sich hält, hat schon an einem teilgenommen. Dabei gibt es viel beim Training und bei der Wahl der Ausrüstung zu beachten – was das ist, erfahren Sie im Triathlon Magazin.

Neue Herausforderungen wagen – Triathlon Magazin

(mehr …)

Apps von PressMatrix – Kneipp Journal

Die Kneippschen Wasserkuren sind in der Welt der Naturheilverfahren längst etabliert und auch die passenden Produkte haben einen festen Platz in großen Drogerieketten. Das Kneipp Journal hingegen ist ein Geheimtipp, indem sich nun auch digital erfahren lässt, wie man die eigene Gesundheit stärken und den Geist fit halten kann.

Gesund Leben – Kneipp Journal

Der Winter hält sich noch ein wenig. Wie Sie diesem trotzen, und auch sonst gesund durchs Jahr kommen, erklärt Ihnen das Kneipp-Journal.

Das erste Journal – damals noch Kneipp-Blätter – wurde von Sebastian Kneipp selbst 1891 ins Leben gerufen, um den Lesern ein naturverbundenes Leben nahe zu bringen. Erfahrene Wissenschaftler und Mediziner berichten unter anderem über ganzheitliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention, basierend auf den fünf Elementen des Kneippschen Naturheilverfahren. Abgerundet wird das Angebot mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Forschung sowie Tipps für mehr Bewegung im Alltag und abwechslungsreichen Rezeptideen.

Die Kneipp Journal als iOS-App, für Android und im Web lesen.

Kategorie: Zeitung und Zeitschriften

Sprache: Deutsch, Englisch

Erscheinungsjahr: 2018

Inhalt: kostenpflichtig

VfB und der Stammspieler als App

Fußball ist nicht nur ein sportliches Ereignis, längst ist es ein kollektives Erfolgserlebnis mit großer medialer Inszenierung geworden – ein lukratives Geschäft für die Vereine.
Welche Rolle spielt dabei der Content und welchen Beitrag liefert er für den digitalen Erfolg der Vereine?
Für Kai Rixecker, Online-Redakteur beim VfB Stuttgart, ist das Stadionmagazin ein Stammspieler für den VfB, eine Konstante, die die Fans und den Verein vor und nach den Spielen vereint.


Kai Rixecker (KR): Um es im Fußball-Jargon zu sagen, ist die „stadion aktuell“ unser Stammspieler bei jedem Heimspiel. Das Magazin ist eine Konstante, die in der Regel im Vierzehn-Tage-Rhythmus unsere Fans in der Mercedes-Benz Arena umfassend mit Informationen zum jeweiligen Spiel versorgt. Zu jeder Saison setzen wir mit neuen Rubriken und Design-Anpassungen immer wieder Akzente, um ein traditionelles Produkt immer zeitgemäß darzustellen.

PMX: Neben dem Stadionmagazin veröffentlichen Sie auch das Mitgliedermagazin „dunkelrot“. Inwieweit unterscheiden sich die Magazine voneinander?

KR: Unser Stadionmagazin „stadion aktuell“ bildet überwiegend das sportliche Geschehen zwischen den Heimspieltagen ab und liefert natürlich zum aktuellen Heimspiel zahlreiche Informationen. Kernstück des Magazins bildet das Portrait über einen unserer Spieler. Ziel ist es, unseren Fans unsere Profis näherzubringen und auch Facetten sichtbar zu machen, die im sportlichen Alltag nicht beleuchtet werden.

PMX: Welchen Stellenwert haben die Magazine für die Fans?

KR:Einen sehr hohen. Das Lesen der „stadion aktuell“ gehört für viele ebenso zum Stadionbesuch, wie die rote Wurst. Nicht zu vergessen, die Fans, die über viele Jahre oder gar Jahrzehnte jedes Heft als Erinnerungsstück sammeln.

PMX:Seit dem Sommer 2018 bietet der VfB die Publikationen auch digital in einer App an. Was waren die Gründe für die App?

KR:Der Medienkonsum hat sich gerade in den vergangenen fünfzehn Jahren stark gewandelt. Gerade unsere jüngeren Mitglieder und Fans greifen in ihrem Alltag überwiegend zum Smartphone statt zu gedruckten Magazinen oder Zeitungen. Somit war ein Grund, mit unseren Publikationen neue Zielgruppen zu erschließen. Darüber hinaus wollen wir den Fans die Publikationen an den „Ort“ liefern, wo sie sich sowieso schon aufhalten – im Digitalen – und ihnen dadurch das Lesen so angenehm wie möglich zu gestalten.
Zudem bietet uns die App die Möglichkeit, jede einzelne Ausgabe mit weiteren attraktiven Inhalten, wie Videos und Bildergalerien anzureichern und dadurch unseren Fans einen deutlichen Mehrwert zu bieten.

PMX: Wie sind Sie an die Umsetzung herangegangen?

KR:Die Umsetzung ist in enger Abstimmung mit mehreren Abteilungen erfolgt. Am Anfang stand erst einmal die Frage, wie soll die App überhaupt heißen, wie soll sie aussehen. Hier haben die Kollegen von unserer Marketing-Kommunikation einen wichtigen Beitrag geleistet. Außerdem ist die „Magazine-App“ ein weiterer Kanal, der Vermarktungspotenzial bietet, das wiederum für unsere B2B-Kollegen interessant ist. Nachdem der Input unsererseits vorlag,hat uns Ihr Team sehr gut unterstützt, was die Arbeit mit dem PressMatrix-Backend anging, sodass wir wie geplant pünktlich zum ersten Heimspiel der Saison starten konnten.

PMX:In den Ausgaben von „stadion aktuell“ sind immer wieder Spieler-Poster enthalten – digital lassen sich diese leider nicht an die Wand hängen. Gab es noch andere Herausforderungen, die es bei der Übertragung ins Digitale zu meistern galt?

KR:Zwei Herausforderungen, die ich an dieser Stelle beispielhaft nennen würde, sind die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit des Magazins auf dem digitalen Kanal. Für beide Herausforderungen liefert PressMatrix die optimalen Lösungen. Nach dem einmaligen Download einer Magazin-Ausgabe kann ich diese überall lesen, egal, obich besten Empfang habe oder mich gerade in einem Funkloch befinde. Darüber hinaus lassen sich auch lange Lesegeschichten wie Spielerportraits durch den Textmodus angenehm rezipieren.

PMX:: Neben der „Magazine-App“ gibt es noch die VfB „News-App“ mit insgesamt fast 250.000 Downloads (iOS/Android). Haben Sie diesbezüglich einen ähnlichen Anspruch bei der „Magazine-App“?

KR:Diese Zahl wäre für unsere VfB „Magazine-App“ wohl etwas zu hoch gegriffen, vor allem, weil sie einen ganz anderen Zweck erfüllt.
Mit unserer „News-App“ versorgen wir den Fan an sieben Tagen in der Woche mit Neuigkeiten – vom Transfer, über die Trainings-News bis hin zum Spielbericht ist hier alles dabei. Hinzu kommen die Kaderübersicht von den BundesligaProfis bis zur U11 sowie die einzelnen Spielpläne.
Die VfB „Magazine-App“ ist vom Themenspektrum etwas schlanker aufgestellt und rückt vor allem kurz vor und an den Heimspielwochenenden in den Fokus, was auch an den Nutzerzahlen abzulesen ist.

PMX:Welche Ziele haben Sie sich für die VfB Magazine App gesetzt?

KR:: Eine konkrete Zahl würde ich an dieser Stelle gar nicht nennen. Wir sind zu Saisonbeginn mit der VfB „Magazine-App“ gestartet und haben im ersten halben Jahr fast ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen, was auch an den Bewertungen sowohl im App Store von Apple als auch im Google Play Store abzulesen ist. Von Heimspiel zu Heimspiel steigen sowohl die Downloadzahlen der App als auch die Downloads der einzelnen Ausgaben. Diesen positiven Trend wollen wir weiterhin beibehalten.

PMX: Bei der Fußball-WM 2018 gab es neue technische Hilfsmittel und Regeln. Generell unterstützen Wearables und Software Trainer, Spieler und Ärzte zunehmend bei der Optimierung und Vorsorge. Planen Sie den Einsatz von neuen technischen Möglichkeiten und Kanälen zukünftig auch in der Kommunikation für die Fans?

KR:Unser Augenmerk liegt darauf, unsere Mitglieder und Fans immer optimal mit Informationen zu versorgen und auch den Besuch in der Mercedes-Benz Arena so angenehm wie möglich zu gestalten. In diesem Zuge haben wir natürlich die neuesten technischen Entwicklungen im Blick und prüfen, welche Neuerungen einen Mehrwert bieten.

PMX:: Aus dem Nähkästchen: Spielen Sie selbst auch Fußball?

KR:Bis in meine Studienzeit habe ich selbst aktiv gespielt. Heutzutage trete ich nur noch sporadisch gegen den Ball und berichte lieber über die Spiele unseres Teams.

Kai Rixecker ist seit fünf Jahren Online-Redakteur beim VfB Stuttgart. Zuvor war er journalistisch bei der Südwest Presse, der Stuttgarter Zeitung sowie der Saarbrücker Zeitung tätig. Gebürtig stammt Kai Rixecker aus dem Saarland.

Die VfB Magazine als iOS-App, für Android und im Web lesen.
Kategorie: Sport

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2018

Inhalt: kostenfrei


Unsere Fußball-Apps: Der 1. FC Union aus Berli bietet zusammen mit der Druckerei und Agentur vierCprint + mediafabrik das Stadionheft und das Mitgliedermagazin in der FCU Kiosk-App digital an.
Im Interview spricht André Lesching, Geschäftsführer von vierC, über das Zusammenspiel mit der Fan-Redaktion und einem zuverlässigen Partner, wenn es kurz vor dem Spieltag nochmal hektisch wird.

Mit Teamwork zum perfekten Vermarktungskonzept

AppVertising von PressMatrix

Im Print-Bereich die Leser zu begeistern, ist das Eine. Etwas Anderes ist es, neue und junge Leser zu gewinnen – am besten digital. Diesen Schritt hat Andrea Iven, Geschäftsführerin der fortis medien GmbH zusammen mit Andreas Becker, Spezialist für digitales Marketing und Content Distribution bei PressMatrix, in Angriff genommen. Das Ergebnis: Viele App-Downloads und ein ganz neues Gefühl für die Kunden – dank AppVertising


PressMatrix: Frau Iven in Ihrem Musikverlag fortes medien publizieren Sie die Magazine „Harmonikawelt“, „zwiefach“, „akkordeon magazin“. sowie das Sonderheft „Oide Wiesn“. Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Themenwelt der Magazine geben?

Andrea Iven: Es gibt bestimmt einige der Leser, die sich fragen, was ein Kölner Verlag mit traditioneller (Volks-)musik zu tun. Nun, manchmal vielleicht mehr, als man denkt. Die fortes medien GmbH hat nämlich schon lange Erfahrungen sammeln dürfen in der Welt der Kulturzeitschriften und kann zusätzlich zum bayerischen „Redaktions- und Vertriebsstützpunkt“ auf erfahrene Mitarbeiter zurückgreifen, die die Magazine betreuen.

Unsere Magazine beschäftigen sich mit dem aktiven Musizieren. Mit dem akkordeon magazin, der Harmonikawelt und der zwiefach bewegen wir uns einem inhaltlich klar definierten Umfeld, was es uns ermöglicht, tatsächlich nahezu alle Beteiligten “persönlich“ zu kennen. Unsere Leser ebenso wie unsere Anzeigenkunden.

PMX: Wie sehen Ihre Zielgruppen aus?

AI: Exemplarisch für all unsere Zielgruppen und Magazine stellen wir unsere zwiefach-Zielgruppe vor. Die zwiefach ist ein Volksmusikmagazin für Sänger, Tänzer und Musikanten. Sie wird von Jung und Alt gleichermaßen gelesen. Tatsächlich erreichen wir Musiker im Alter von 18 bis 90 Jahren: Die Themen Volksmusik, Volkskultur, Tanz sind so unglaublich vielschichtig.

Eine unserer Herzensangelegenheiten ist die Jugend beziehungsweise der musikalische Nachwuchs. Nach Besuch vieler Veranstaltungen wissen wir, dass die Volksmusikanten oft schon von Kindesbeinen an musizieren. Diese Liebe zur Musik scheint sich auch im Jugendalter, trotz aller Alternativen, fortzusetzen. Wir wollen in der zwiefach auch der jungen Generation die musikalische Volkskultur zugänglich machen und neben dem vertrauten Weg auch mal schauen, was sich auf neuen Pfaden abspielt: Neugierig, aber immer die Tradition im Auge und im Ohr.

Um genau diese Jugend anzusprechen und auch um unsere Magazine „hörbar“ zu machen, war der Weg zur PressMatrix-App genau der richtige. Auch um den veränderten Lese- und Informationsverhalten gerecht zu werden.

PMX: In einem Gespräch mit uns haben Sie einmal gesagt, dass Ihnen unsere App mit den Anreicherungsmöglichkeiten dabei hilft, Ihre Magazine „zum Klingen zu bringen“. Inwieweit stellt AppVertising nun den nächsten Schritt dar?

AI: Ja, genau. Meine Magazine sind nun hör- und erlebbar. Pro Ausgabe bieten wir 4 bis 5 Stunden zusätzliches (Hör-)material, das aus YouTube-Links, Audiodateien oder auch exklusiv für uns eingespielten Stücken besteht. Sowohl unsere Redaktion als auch unsere Grafikabteilung lassen diesen Mehrwert entstehen.

Nun stand allerdings unser Vertrieb/unser Marketing vor der Herausforderung, diesen Mehrwert, unsere neue Applikation an die Leser/Hörer zu bringen. Print-Vertriebswege sind uns vertraut, digitale leider bisher nicht. In unseren Magazinen Werbung für die Apps zu starten, war nicht sehr zielführend.
Zum einen entsteht ein Medienbruch, zum anderen (dies wissen wir allerdings erst seit Kurzem) erreichen wir über digitale Kanäle eine komplett neue Leserschaft, angesprochen in einer anderen Wort- und Bildsprache.

PMX: Was waren die Gründe für die Nutzung von AppVertising?

AI: Mit unseren eigenen Mitteln und Kanälen sind wir schnell an unsere Grenzen gestoßen. Unsere Printleser nutzen die App nicht, oder kaum. Tatsächlich haben wir nur ca. 5 Prozent Kombi-Leser, die sowohl ihr Magazin in gedruckter als auch in digitaler Version abonniert haben. Unser Pilotprojekt Oide Wiesn eignete sich perfekt für das AppVertising.

Dieses Projekt ist entstanden aus einer Kooperation mit drei Oktoberfestwirten des historischen Teils der „Wiesn“, der sogenannten „Oidn Wiesn“. Im August 2018 erschien dann die zweifach-Sonderausgabe Oide Wiesn in gedruckter Form und als Applikation.
Die Oide Wiesn-App sollte allen Oide Wiesn-Besuchern eine Art Reise- und Volksmusikführer sein. Die Zielgruppe dieser Sonderpublikation war damit um ein Vielfaches größer als die des eigentlichen Magazins. Für die Bewerbung eines solchen, fast schon Publikumsmediums, brauchten wir die Unterstützung des AppVertisings.

PMX: Wie haben Sie Ihre Leser und potentiellen Interessenten bisher erreicht?

AI: Über Eigenanzeigen in unseren Magazinen, über Facebook und durch Besuch von oder Stand auf relevanten Veranstaltungen.

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Die Magazine zwiefach, akkordeon magazin, Harmonikawelt und Oide Wiesn der fortes medien GmbH sind alle als iOS- und Android-App sowie zum Lesen im Web verfügbar.
PMX: Andreas Becker, kannst du den Case kurz aus deiner Perspektive beschreiben. Wie sehen die Werbemaßnahmen aus? Was sind die Ziele?

Andreas Becker: Anders als bei anderen AppVertising-Strategien waren für die Vorbereitung und die Selektion der Zielgruppen nur wenige Wochen Zeit. Die Schwierigkeit hierbei: Eine App, die an ein Veranstaltungspublikum gerichtet ist, verliert nach dem Event schnell an Aufmerksamkeit. Alle Aktivitäten mussten daher auf den Punkt geplant werden.
Wir nutzen neben Kampagnen und viralen Instrumenten vor allem Analyse-Tools, um die passenden Nutzer und Zielgruppen zu bestimmen. Denn umso gezielter wir diese ansprechen können, desto schneller können wir ein Wachstum erzeugen.

Ziel war es, die App möglichst weit in der Kernzielgruppe zu verbreiten und im Nachgang Synergien für die zwiefach-App abzuleiten.

PMX: Welche Herausforderungen gilt es mit AppVertising jetzt zu meistern?

AB: Verschiedene: Angefangen von Apps, die aktuell nicht performen, bis hin zu Titeln mit mehreren zehntausend Nutzern. Die Ziele sind alle gleich: Erfolg! Egal, ob Abonnenten-Gewinnung, Verbreitung, Einzelverkauf oder 360 Grad Content-Strategie.

AI: Das Projekt Oide Wiesn war und ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben (von August bis Oktober). Für 2019 werden wir, so denke ich, das Projekt noch breiter aufsetzen. Die ersten Strategiegespräche mit den Oktoberfestwirten haben bereits stattgefunden. Weitere Kooperationspartner müssen gefunden werden. Die Stadt München muss die Oide Wiesn-App als offizielle App deklarieren. Das AppVertising wird 2019 dann deutlich mehr an Material, Kanälen und Möglichkeiten zur Verfügung haben, um die Applikation bayern- und sogar bundesweit bekannt und beliebt zu machen.

Aktuell stehen wir vor der Herausforderung, den Transfer von der Oide Wiesn zur zwiefach hinzubekommen: Von „breit“ wieder zu „spitz“, und die jungen und jugendlichen Volksmusikanten zu erreichen.

PMX: Passend zum Oktoberfest wurde das Wiesn-Quiz entwickelt, das den App-Download ankurbeln sollte. Wie erfolgreich war diese Maßnahme?

AI: Das Quiz hat wesentlich zur Verbreitung der App beigetragen, den größten Beitrag der Downloadzahlen geliefert und Freude und Spaß gebracht.

AB: Das Wiesn-Quiz wurde als virales Instrument eingesetzt, um das Budget der Kampagnen effektiv einsetzen zu können. Nutzern wurde nach erfolgreicher Teilnahme ein Titel verliehen, der wiederum in sozialen-Medien geteilt werden konnte, um weitere User zum Mitmachen zu ermuntern. Die Oide-Wiesn-App war hierbei im Content-Umfeld des Quiz präsent, um den Nutzer in den Installations-Prozess zu leiten. Während des Oktoberfests haben in 16 Tagen 7.000 Nutzer teilgenommen.

PMX: Frau Iven, was haben Ihre Leser und die Nutzer dazu gesagt?

AI: Unsere traditionellen Leser erreichen wir ja über diese digitalen Kanäle nicht, daher haben wir dazu kein beziehungsweise kaum Feedback erhalten. Aber unsere „neuen“ Nutzer haben kommentiert und geteilt.

PMX: Viele Unternehmen arbeiten mit Agenturen zusammen. Warum haben Sie keine Online-Agentur oder ähnliches engagiert?

AI: Das Thema Digitalisierung habe ich Ende 2017 zur „Chefsache“ erklärt. Nach intensiven Recherchen, vielen Gesprächen und langer Beobachtung des Verlagsmarktes wurde mir schnell klar, dass dieses Thema so wichtig wird, sogar eine riesen Chance werden kann. Der Vertriebsweg – inklusive der entsprechenden Ansprache der Zielgruppen – gehört zu den Kernkompetenzen eines Verlages. Aus meiner Sicht daher nicht geeignet zum Outsourcen. Dass wir aber Digital-Partner an unserer Seite brauchen war klar. Um den perfekten Partner zu suchen und auch zu finden, muss das Briefing klar formuliert werden. Und da komme ich wieder zurück zur Chefsache ?.

PMX: Wie sieht die Zusammenarbeit bisher aus? Werden die Werbemittel und Vermarktungsideen zusammen entwickelt oder von einer Seite vorgegeben?

AB: Im Vorfeld entwickeln wir eine individuelle Strategie. Hierdurch sind alle Beteiligten permanent über alle Maßnahmen, die während des AppVertisings durchgeführt werden, informiert. Eine enge Abstimmung erfolgt in der strategischen Kampagnen-Planung, der Bildsprache, über die Texte und Landingpages und überall dort, wo visuelle Veränderungen sichtbar werden.

AI: Die Zusammenarbeit mit unserem perfekten Partner war Teamwork. Strategien wurden gemeinsam erarbeiten und formuliert, Ideen für Werbemittel wurden beidseitig vorgeschlagen. Oft kam das Wording von Herrn Becker, die grafische Umsetzung von uns. Die Initialzündung zum Wiesn-Quiz kam von Herrn Becker, unsere Redaktion hat fachlich kompetent umgesetzt. Die Budgetierung der einzelnen Maßnahmen wurde von Herrn Becker vorgeschlagen, dann gemeinsam abgestimmt und frei gegeben. Die Zusammenarbeit war sowohl in Sachen Kompetenz und Kreativität als auch im direkten Workflow konstruktiv, motivierend und erfolgreich.

PMX: Eine neue Zusammenarbeit führt zwangsläufig zu neuen Perspektiven. Was nehmen Sie jeweils beide für sich mit?

AB: Die sehr angenehme Zusammenarbeit mit Frau Iven ist noch nicht beendet. Aktuell arbeiten wir weiter an der zwiefach-App sowie zukünftig an vielen weiteren, tollen Produkten und Ideen aus dem Hause fortes medien.

AI: Dank der Oidn Wiesn-Erfahrung mit Herrn Becker, gehen wir mit der fortes medien GmbH digital optimistisch ins Jahr 2019. Unsere Magazine sollen im Web überall zu hören und zu lesen sein. Auf dem Smartphone, dem Tablet, dem PC und auch selbstverständlich immer noch in wunderbar, hochwertig gedruckter Form, über alle Vertriebswege hinweg.

PMX: Vielen Dank für das Interview!


Kurzvita Andrea Iven: Die Diplom-Kauffrau und Geschäftsführerin (Jahrgang 1968) der fortes medien GmbH ist seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich im Verlagsgeschäft tätig. Langjährige Kontakte und Praxis im Umfeld der Branche machen sie zu einer ausgewiesenen Kennerin des Marktes. Die gebürtige Münchnerin hat zwei Söhne und lebt und arbeitet abwechselnd in Köln und im oberbayerischen Fuchstal.

Kurzvita Andreas Becker: Andreas Becker (Jahrgang 1977) ist Spezialist für digitales Marketing und Content-Distribution. Er kennt sowohl die Verlagsseite als auch die digitale Welt und war in verschiedensten Medien-Bereichen u. a als Chefredakteur, Entwickler und Innovator tätig, zuletzt für den Delius Klasing Verlag für den er die Digital-Tochter DK-InterActive leitete.


Na, auch Lust darauf bekommen mehr Leser und eine größere Reichweite zu erzielen? Warum es entscheidend ist, denn Weg von „nur digital“ zu „digital erfolgreich“ zu gehen, erklären wir in unserem What’s next-Beitrag nochmal ganz ausführlich.

Apps von PressMatrix – zwiefach

Für alle, die die Volksmusik lieben und leben, bietet das zwiefach-Magazin einen rundum gelungenen und tiefen Einblick in die Szene. Berichtet wird über Brauchtum, Volkskultur, Tracht und Lebensart vor allem in Österreich und Bayern. Dabei sind die Inhalte so vielschichtig wie die Zielgruppe selbst. Für Sänger, Tänzer und Musikanten zwischen 18 und 90 Jahren finden sich Noten, Veranstaltungs- und Eventkalender sowie Berichte und Reportagen über die Volksmusikszene sowie interessante Porträts von Musikern und Sängern.

zwiefach – ein Tanz wird zum Programm

Mithilfe der App erwacht das Musikmagazin zum Leben und wir im wahrsten Sinne des Wortes „hörbar“. Viele Audio-Dateien, Videos und Klangbeispiele geben den Musikern nicht nur eine akustische Orientierung, sie zeigen auch die lebhafte und vor allem junge Kultur der Volksmusik.

Die Web-Version des Magazins bietet neben dem digitalen Lesen ein eigenes Shop-System, in dem Einzelkäufe und Abonnements erworben werden können und in dem gratis Schnupper- und Vorschauausgaben enthalten sind.
Neben der zwiefach finden sich im Shop noch die Harmonikawelt und das akkordeon Magazin.

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Die zwiefach als iOS-App, für Android und im Web lesen.
Kategorie: Musik & Audio

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt: kostenpflichtig


Noch mehr Apps finden Sie in unseren Applights, die Sie vier Mal im Jahr über neue App-Erscheinungen und spannende Titel informieren.

Neue Apps von PressMatrix – Kryptokompass

Monatlich liefern Investoren im Magazin „Kryptokompass“ exklusive Einschätzungen und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Kryptomärkten, um entsprechende Risiken gut einschätzen zu können und langfristig erfolgreiche Investitionen zu tätigen. Dabei werden interessante und hilfreiche Einblicke in die zugrundeliegende Blockchain-Technologie gegeben.

„Kryptokompass“ – der erste Börsenbrief für digitale Währungen

Die App ergänzt das digitale Leseerlebnis passend zum Thema und unterstützt die Printinhalte zusätzlich mit erklärenden Videos, Grafiken und Bildern.

Ab Anfang November wird das mediale Angebot des Magazins für alle Fans von Bitcoin & Co durch einen Alexa Skill ergänzt. Über diesen können täglich die aktuellen Börsenwerte, die neuesten Investitionschancen sowie Risiken kurz und effektiv abgerufen werden.

Wie das geht?

Dazu einfach in der Amazon „Alexa Skill“ nach „Kryptokompass“ suchen, aktivieren und zu den täglichen Zusammenfassungs-Skills hinzufügen. Ab jetzt können Sie die Informationen einfach über den Ausspruch „Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung?“ abrufen. Viel Spaß!

Kryptokompass-App

Die Kryptokompass-App für iOS, Android, zum Lesen im Web oder zum Hören als Alexa Skill>
Kategorie: Nachrichten & Zeitschriften

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2018

Kostenpflichtige Inhalte


Noch mehr Apps finden Sie in unseren Applights, die Sie vier Mal im Jahr über neue App-Erscheinungen und spannende Titel informieren.

Apps von PressMatrix – LINUS WITTICH

Um zu wissen, was in der Region los ist, wirft man am besten einen Blick in die lokalen Amtsblätter. Der LINUS WITTICH Verlag stellt gleich 950 davon für die unterschiedlichsten Regionen in Deutschland zur Verfügung, egal ob für Oberaurach, Lohr, Geldersheim und und und.

LINUS WITTICH: Amts- und Gemeindeblätter

Die aktuellsten Ausgaben finden Sie dabei stets präsent auf den ersten Seiten, ältere Ausgaben sind Archiv zu finden. Alle sind bequem über das Smartphone oder Tablet lesbar und dank des Textmodus auch in der Schriftgröße individuell einstellbar.
Zusätzlich informieren die Gemeinden den Leser auf Wunsch direkt und unmittelbar mithilfe von Push-Meldungen auf dem eigenen Gerät.

Neben den Apps und der Web-Version bietet LINUS WITTICH seit kurzem die neuesten Meldungen aus den Regionen als Alexa Skill an. So kann der Hörer jeden Tag über seinen Alexa Sprachassistenten die wichtigsten Meldungen zusammengefasst per Spracheingabe abrufen.

Probieren Sie es einfach aus

Über die „Alexa Skill“ App von Amazon den LINUS WITTICH Skill suchen, aktivieren und zu den täglichen Zusammenfassungs-Skills hinzufügen. Ab jetzt können Sie die Informationen einfach über den Ausspruch „Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung?“ abrufen. Viel Spaß!

linus wittich app

Die LINUS WITTICH App für iOS und Android, zum Lesen im Web und zum Hören als Alexa Skill
Kategorie: Nachrichten & Zeitschriften

Sprache: Deutsch

Erscheinungsjahr: 2017

Kostenlose Inhalte


Noch mehr Apps finden Sie in unseren Applights, die Sie vier Mal im Jahr über neue App-Erscheinungen und spannende Titel informieren.

Von der Praxis zur Theorie – Kaden Verlag

Interview mit Dr. Reinhard Kaden, Gründer und Verleger des Kaden Verlags

Als Dr. Reinhard Kaden den gleichnamigen Fachverlag gründete, hatte er sich zur Aufgabe gemacht, das Wesentliche aus der Praxis der Augenheilkunde für deutschsprachige Ärzte in einem Fachmagazin zu bündeln. Dieses neue Zeitschriftenkonzept des Kaden Verlags überzeugt bis heute und wurde im Laufe der Jahre mit weiteren spezialisierten Zeitschriften, digitalen Angeboten und CME-Fortbildungsmöglichkeiten erweitert.
Im Interview spricht Reinhard Kaden über die neuen Möglichkeiten digitaler Medien.


PressMatrix: Herr Dr. Kaden, können Sie uns zu Beginn den Kaden Verlag und die Magazine „ZPA – Zeitschrift für praktische Augenheilkunde & Augenärztliche Fortbildung“, „OPHTHALMO-CHIRURGIE“ und „CHIRURGISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG“ kurz vorstellen?

Reinhard Kaden:Ich habe den Dr. Reinhard Kaden Verlag im Jahr 1980 gegründet, parallel zu meiner damaligen Tätigkeit als niedergelassener Augenarzt mit eigener Praxis in Heidelberg. Mein Motto bei allen Publikationen war immer „Konzentration auf das Wesentliche“. Ich wollte den Lesern ein Medium an die Hand geben, das in erster Linie Fortbildungsbeiträge zum aktuellen Stand des augenärztlichen Wissens bietet – so entstand meine erste Zeitschrift, die „ZPA – Zeitschrift für praktische Augenheilkunde & Augenärztliche Fortbildung“. Neben den Fortbildungsbeiträgen bietet diese Nachrichten, Informationen aus der Berufspolitik, Kongressberichte und seit 2005 auch die für unsere Leser so wichtigen CME-Fortbildungen, in denen die Ärzte die von ihnen benötigten Fortbildungspunkte mittels einer Online-Fortbildung erlangen können.
Da die ZPA extrem gut bei den Augenärzten ankam und Ende der 1980er Jahre das ambulante Operieren in der Augenheilkunde aufkam, stellte sich die Frage, auf diese Fachdisziplin in einer speziellen Zeitschrift einzugehen – so entstand die „OPHTHALMO-CHIRURGIE“, die sich als einzige deutschsprachige Zeitschrift gezielt an operierende Augenärzte wendet. Hier sind ebenfalls die Fortbildungsbeiträge im Vordergrund, ergänzt durch Videobeiträge, Umfragen unter erfahrenen Operateuren, Kongressberichte und vieles mehr.
Im Jahr 2000 erschien im Kaden Verlag erstmals die neugegründete „CHIRURGISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG“, mit der unser erfolgreiches Zeitschriftenkonzept auf die Chirurgie aller Fachrichtungen übertragen wurde. Auch hier stehen umfangreiche Fortbildungsbeiträge, CME-Fortbildungen und Kongressberichte im Zentrum, ergänzt mit einer bunten Palette an aktuellen Nachrichten und Berichten sowie einer ausführlichen Rubrik „Personalia“.

PMX: Welche Strategien und Konzepte verfolgen Sie mit den Magazinen?

RK: Wir wollen den Ärzten – unseren Lesern – einen Überblick über die aktuellen Themen in ihrem Fachbereich geben. Sie sollen so die Möglichkeit erhalten, sich regelmäßig informieren und fortbilden zu können. In der Flut an Informationen, die jeden Tag auf die Ärzte einströmen, sehen wir uns als „Vorsortierer“, der einzelne, aktuelle Themen aufgreift und diese informativ und lesefreundlich aufbereitet. Durch die Möglichkeit der Online-Fortbildung in der „ZPA“ und der „CHIRURGISCHEN ALLGEMEINE ZEITUNG“ bieten wir zudem den Lesern die Möglichkeit, ihr durch die Beiträge gewonnenes Wissen auch zielführend in CME-Punkte umzuwandeln, die sie gemäß der Berufsordnung seit 2004 regelmäßig erwerben müssen.

PMX: Wie setzt sich der Inhalt der Magazine zusammen? Gibt es eine feste Redaktion mit Spezialisten oder akquirieren und koordinieren Sie eher externe und Gastautoren?

RK: Die Zeitschrift wird von Augenärzten und Chirurgen für Augenärzte und Chirurgen erstellt. Wir haben eine feste Redaktion vor Ort im Verlag, die für die Anfragen, das Lektorat sowie die Überarbeitung der Beiträge verantwortlich sind, die wir von externen Autoren erhalten. Jede unserer Zeitschriften hat so im Verlag eine spezialisierte Redaktion. Diese wird unterstützt durch externe Schriftleiter, die aus der jeweiligen Fachrichtung stammen. Dies in Kombination mit den Beiträgen, die Ärzte verfassen, die mitten im Berufsleben stehen, garantiert die hohe fachliche Qualität und Aktualität unserer Zeitschriften, die unser Markenzeichen ist.

PMX: Wie sieht der Markt für Fachmagazine heute aus und was denken Sie, wie er sich in den nächsten fünf Jahren entwickelt?

RK: Es wird sicher nicht einfacher. Generell ist das Lesen mittlerweile in seinem Stellenwert ein Stück weit gesunken, was natürlich auch der Vielfalt an neuen Medien geschuldet ist. Gleichzeitig zeigen aber viele Umfragen und Statistiken, dass für die Fachmagazine anderen Gesetze gelten – hier legen die Leser größten Wert auf genaue Recherche, eine hervorragende Arbeit in den Redaktionen und eben nicht schnelles und oberflächliches Halbwissen. Deshalb bin ich mir sicher, dass die Fachmagazine eine gute Zukunft haben. Das zeigt sich auch in den stabilen Abonnentenzahlen bei unseren Zeitschriften. Man muss jedoch die neuen Möglichkeiten einbinden, die die digitalen Medien bieten. So gelingt es, den Lesern genau das Medium anzubieten, das für sie das angenehmste ist.

PMX: Seit 2017 bieten Sie drei der Magazine auch als App an. Was war der Grund für eine digitale Lösung und welche Herausforderungen galt es mit der digitalen Lösung zu überwinden?

RK: Natürlich geht es als Verlag darum, sich immer wieder selbst zu prüfen: Sind unsere Inhalte aktuell, was will die Zielgruppe lesen? Aber es geht auch darum, neue Formen der Darbietung für unsere redaktionellen Inhalte zu entwickeln. Der Wunsch der Leser geht immer mehr in Richtung der digitalen Medien, der Möglichkeit, immer dort und zu dem Zeitpunkt zu lesen, zu dem es gerade passt. Und da ist für manche eben die klassische Form des gedruckten Magazins nicht mehr ausreichend. Hier wollten wir mit der App dem Leser die Möglichkeit geben, unsere Zeitschriften entweder ausschließlich digital zu lesen, eben „nur“ in der App, oder aber eine Ergänzung zur gedruckten Zeitschrift zu schaffen für diejenigen, die gerne beides nutzen wollen.

Kaden Verlag Apps

Alle Zeitschriften des Kaden Verlags bequem in der App lesen: Die „ZPA“ für iOS und Android, die „CHIRURGISCHE ALLGEMEINE Zeitung“ für iOS und Android und die „OPHTHALMO-CHIRURGIE“ für iOS und Android.
PMX: Was sagen Ihre Leser zu den Magazinen? Inwieweit werden diese inhaltlich mit einbezogen?

RK: Leserbriefe treffen bei Fachmagazinen eher selten ein. Leserumfragen führen wir lediglich in größeren Zeitabständen durch. Wir schließen aber aus den stabilen Abonnementzahlen und der Tatsache, dass viele Leser auch nach der Pensionierung ihr Abonnement beibehalten, auf eine positive Resonanz unseres Themenangebotes.

PMX: Welche weiteren Kanäle nutzen Sie, um Inhalte zu veröffentlichen? Verfolgen Sie auf diesen Kanälen verschiedene Strategien?

RK: Neben den Zeitschriften und den Apps nutzen wir natürlich unsere Internetseite, um unseren Lesern aktuelle Nachrichten und Serviceleistungen zu bieten. So steht dort z. B. ein elektronisches Zeitschriftenarchiv zur Verfügung, aus dem – für Abonnenten kostenlos – Beiträge heruntergeladen werden können. Außerdem betreiben wir schon seit längerem eine eigene Facebook-Seite, da wir dort eine jüngere Generation an Ärzten erreichen können und so unsere Reichweite und unseren Bekanntheitsgrad erhöhen. Zusätzlich versenden wir sowohl für die ZPA als auch für die „CHIRURGISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG“ einen E-Mail-Newsletter, der sich z. B. mit der ZPA direkt an Assistenzärzte wendet und speziell auf deren Belange ausgerichtet ist.

PMX: Welche Erfahrungen haben Sie im Kaden Verlag bereits im digitalen Publizieren gemacht? Was hat sich bewährt und was nicht?

RK: Wie gesagt – wir haben verschiedene Kanäle, die wir bedienen – unsere Internetseite, in der die Nutzer gezielt Nachrichten lesen können, alle notwendigen Informationen abrufen können, ihre Bestellungen für Abonnements oder Bücher aufgeben und auch die Online-Fortbildungen nutzen können. Das wird gut angenommen. Die Facebook-Seite bietet uns die Möglichkeit, über den eigenen „Tellerrand“ noch weitere Verbreitung zu erlangen und Verbindungen zu Ärzten und Institutionen auf diesem direkten Weg zu schaffen. Zudem hat dieses Medium den Charme, dass wir direkte Reaktionen von den Lesern erhalten, direkt sehen, wer wie auf welchen Beitrag reagiert, ihn „liked“ oder teilt. Die App bietet uns jetzt die Möglichkeit, neben den Inhalten, die auch die Leser der gedruckten Ausgabe erhalten, weitere Ergänzungen aufzunehmen – Links, Videos etc. Das ist ein zusätzlicher Service, der aus unserer Sicht immer wichtiger wird und uns die Möglichkeit gibt, unseren Lesern noch mehr Informationen und Service bieten zu können.

PMX: Vielen Dank für das Interview!


In unserer PressMatrix-Interviewreihe sprechen Verleger, Unternehmer und Experten über das Digital Publishing. Lesen Sie hier mehr über das digitale Publizieren von Fach-, Special-Interest-, Mitarbeiter- und Kundenmagazinen.