Content Marketing Cycle: Der Erfolg von Content hat viele Dimensionen

Content Marketing Cycle – Theorie und Praxis, Teil 3

Autor: Jens Gützkow

„Digitalen Erfolg” definiert jeder Medienmacher anders. Doch dieser Erfolg lässt sich nicht ohne weiteres messen, zu komplex sind die Wechselwirkungen zwischen Content, Zielgruppen, Distributionskanälen und Conversion. Wie könnte man Erfolg mehrdimensional bewerten und intelligente Schlüsse daraus ziehen? Ein Gedankenspiel.

Vor einiger Zeit war ich zu Gast auf einer Veranstaltung, auf der sich Publizisten, vor allem Zeitungs- und Zeitschriften-Verleger, zum Meinungsaustausch trafen. Das Hauptthema war die Frage, wie sich mit digitalem Content Geld verdienen lässt – ein Dauerthema in Zeiten, in denen die Leser häufig digitaler als die Medienmacher sind. Namhafte Verlage stellten ihre Ideen und Projekte dazu vor: Es ging um A/B-Tests mit verschiedenen Überschriften und anschließender Klickzahlen-Auswertung, um Werbeansprachen, um Nutzer zu Abonnenten zu machen und um Paywall-Konzepte mit Klickbaiting-Teasern.
Das machte mich nachdenklich. Denn alle vorgestellten Strategien basierten auf dem konventionellen Verständnis von Medienkonsum: eine Redaktion erstellt Content und der Leser muss darauf aufmerksam gemacht werden. Die „Digitalisierung“ wird dabei häufig nur auf den Distributions-Kanal reduziert – weil Content eben online zur Verfügung gestellt wird und man die Interessenten per Online-Ad oder Social Community anspricht, ist man digital. Es zeigt zugleich, wie wenig Medienmacher aus vorhandenen Daten machen und wie inkonsequent digitale Erkenntnisse genutzt werden.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das schon jetzt nicht mehr genügt, um digital erfolgreich zu sein. Aus meiner Sicht benötigen Medienmacher künftig – neben werthaltigem Content – vor allem zwei Dinge: eine Definition, was digitaler Erfolg für sie genau bedeutet und ein intelligentes Analyse-System, was die entsprechenden Indikatoren in neue Inhalte und Strategien umwandelt.

Wann ist ein Medium digital erfolgreich?

Das ist genau die Art von Fragen, die man nur mit „das kommt darauf an“ beantworten kann. Jeder unserer Kunden, den ich das gefragt habe, gab mir eine andere Antwort darauf. Für den einen ist die digitale Reichweite, sprich die Leser, ausschlaggebend, für den anderen zählen die Umsätze mit Online-Abos mehr, mancher setzt vor allem auf Follower und Shares. Außerdem hängt die Antwort immer extrem von der Zielgruppe ab, die das Medium erreichen will. Kleinere aber spezifischere Zielgruppen sind gerade digital besonders gut adressierbar.

Dabei fällt auf, dass die verschiedenen Dimensionen von digitalem Erfolg nur selten in Zusammenhang gebracht werden. Zumeist geht es über die augenfällige Korrelation „mehr Aufmerksamkeit = mehr Abos“ nicht hinaus. Die Chance neue, gezieltere Wege zu nutzen, um die anvisierte Zielgruppe zu finden, wird dadurch vertan. Und Medienmacher wissen auch, dass sich digitaler Erfolg nicht auf eine einfache Formel herunterbrechen lässt, aber jedes andere System wird schnell zu komplex.

Digitalen Erfolg mehrdimensional messen
und Schlüsse daraus ziehen

Systeme, die auf den Mechanismen der Künstlichen Intelligenz beruhen, werden die Medienmacher künftig unterstützen. Und das nicht nur bei der Erstellung von Content, sondern auch bei der Analyse seines Erfolges. Ich stelle mir das so vor: Jede Art von Aufmerksamkeit, die ein Stück Content erhält wird erfasst und entsprechend den definierten Zielen bewertet. Es entsteht eine Matrix aus Content-Stücken und Kanälen, der Schnittpunkt spiegelt die Bewertung des Erfolges wieder. Diese Bewertungsmatrix, also welches Ergebnis wie wichtig ist, legt jeder Medienmacher für sich fest und steuert sie kampagnen-individuell aus. Eine KI-Engine unterstützt bei der Auswertung – das ist auch notwendig, denn das Ganze wird schnell unüberschaubar komplex. Wenn dann noch weitere Daten, beispielsweise extern erstellte Trendanalysen zu Nutzerverhalten und angesagten Themen, in die Analyse integriert werden können, wird die KI zum klugen Ratgeber. Per Mausklick erstellt sie ein Konzept, wie sich mehr Leser, mehr Shares oder mehr Conversion erreichen lassen.

Noch mag das alles etwas abstrakt klingen. In Wirklichkeit aber geht die Entwicklung bereits in diese Richtung. Content Management Systeme verteilen schon heute Content automatisch an verschiedene Kanäle und die Erfassung von Klicks, Shares und so weiter ist längst Standard. Nun gilt es, alles miteinander ins Verhältnis zu setzen und intelligente Schlüsse daraus zu ziehen. Damit digitaler Erfolg kein Zufallstreffer bleibt, sondern planbares Geschäft.

Fünf Trends im Digital Publishing

Die PressMatrix Branchen-Analyse

Autor: Serdal Kutun, Head of Sales

Digital erfolgreich zu sein, hat viele Facetten und sieht in den Augen eines jeden Kreativen anders aus. Deshalb ist auch nicht jede digitale Innovation für jeden Medienmacher gleich eine Disruption. Dennoch: Wer sich die Rosinen herauspicken will, muss den ganzen Kuchen im Auge behalten. Hier sind fünf Trends im digital Publishing, die unserer Meinung nach der zeit stark an Bedeutung gewinnen.

erstens

Wie Pilze aus dem Boden: Podcasts

Es war der Trend im letzten Jahr und er wird sich noch verstärken: Podcasts machen Content hörbar. Audiofiles lassen sich äußerst bequem konsumieren, wenn man unterwegs ist etwa und Mobile Devices nutzt – so wie es viele Mediennutzer heute längst tun. Aus der Sicht der Medienmacher spricht deshalb einiges für den Start eines Podcasts oder eines Audio-Angebots generell: Der bestehende Content lässt sich damit sinnvoll anreichern, Audio eignet sich für die Distribution über verschiedene Kanäle und möglicherweise werden ganz neue Zielgruppen aufmerksam. Damit ein Podcast ebenso auffindbar ist wie klassischer Content, müsste Volltextsuche möglich sein. Bisher ist das nicht ohne weiteres möglich. Erste Entwicklungen in diese Richtung gibt es aber bereits – diese werden den Podcast-Trend weiter befeuern.

zweitens

Relevant und einfach konsumierbar: Was guten Content ausmacht

Gut ist Content dann, wenn er in den Augen des Konsumenten Relevanz besitzt und zur richtigen Zeit im passenden Format daherkommt. In der Praxis heißt das: Ohne digitale Lösungen gehen potenzielle Kundengruppen verloren und die klassische regelmäßige Ausgabe einer Publikation wird immer seltener nachgefragt. Spürbar bleibt zudem, dass unter der Flut von digitalen Angeboten qualitativ hochwertiger Content nach wie vor seine Berechtigung hat. Gerade im digitalen Bereich, mit einer Magazin-App, lassen sich zielgruppenspezifische Special-Interest-Themen besser und flexibler umsetzen sowie distribuieren.

drittens

Von Paywalls bis Shoppable Content: kreative Monetarisierungsmodelle

Relevante und hochwertige Inhalte sind die eine Seite. Auf der anderen steht das Geschäft: Verlagshäuser müssen mit ihrem Angebot Geld verdienen. Viele Fans und Follower in den Sozialen Medien zu haben, ergibt zwar ein gutes Außenbild, häufig ist der Effekt aufs Geschäft aber gering. Subscriber hingegen interessieren sich wirklich für den Content, der ihnen geboten wird. Diese (potentielle) Kundengruppe besonders zu pflegen, ist deutlich sinnvoller. Das meint allerdings nicht, sie mit Werbung und Content zu überschütten und nicht immer ist eine Paywall die beste Wahl. Mit der konsequenten Besinnung auf die eigenen thematischen Stärken und gezielten Angeboten wie etwa den Kauf einzelner Artikel, kuratierte Themenspecials, Premium Zusatzfeature und ähnliches können Interessenten behutsam zu Kunden werden. Jeder Medienmacher muss dies individuell für sich austarieren.

viertens

Computergestützte Entscheidungen: wenn KI Content erschafft

Die Distribution von Content in die verschiedenen Kanäle nimmt heute viel Zeit in Anspruch. Jede externe Plattform hat andere Vorgaben, andere Zielgruppen und dementsprechend eine andere Tonalität. Künftig werden Systeme, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, hier eine wichtige Unterstützung sein. Sie setzen auf die bestehenden Content Management Systeme auf, die bereits einige Arbeitsschritte bei der Content-Distribution automatisieren. KI-basierte Systeme werden selbständig aus dem Hauptcontent passende Posts für Facebook, Twitter und Co erschaffen können und zugleich entscheiden, welcher Kanal für welchen Content die optimale Reichweite und Zielgruppenerreichung verspricht. Und sie werden lernfähig sein: Anhand der Auswahl, die ein Redakteur aus den Vorschlägen der KI trifft, lernt diese und optimiert die eigene Arbeit.

fünftens

In Zeiten von Data Analytics: Erfolgsmessung und -vorhersage

KI-basierte Systeme werden große Mengen an Daten analysieren und ihren Vorschlägen bzw. Entscheidungen zugrunde legen. Das kann sie besser und schneller als jeder noch so erfahrene Redakteur. Doch wann genau kann ein Artikel, ein Post oder irgendein anderes Stückchen Content eigentlich als erfolgreich gelten? Bemisst sich Erfolg an der Reichweite, an den Shares, an der Conversion oder an seinem Beitrag zum Imagegewinn? Das ist nicht nur von Medienmacher zu Medienmacher verschieden, sondern auch von Content zu Content. Flexible Bewertungssysteme, die individuelle Ziele und die Bedürfnisse der Zielgruppe miteinander optimieren, könnten die Publishing-Strategie künftig entscheidend beeinflussen. Sie werden für mehr Effizienz bei der Erstellung und Distribution sorgen und helfen gleichzeitig dabei, Content zielgruppengerecht zu gestalten.

Was bedeuten diese fünf Trends im Digital Publishing für Sie und Ihre Publikation bedeuten?
Was sind Ihre Erfahrungen? Lassen Sie uns darüber diskutieren.
Senden Sie mir dazu eine E-Mail oder nutzen Sie ganz einfach das Formular. Ich freue mich auf den Austausch!

Serdal Kutun

Head of Sales

Content Marketing Cycle: Unterstützung durch Künstliche Intelligenz

Content Marketing Cycle – Theorie und Praxis, Teil 2

Autor: Jens Gützkow

Content ist wertvoll, wenn er mit Sorgfalt erstellt wurde und für sein Publikum in irgendeiner Art und Weise relevant ist. Es erscheint deshalb logisch, Content nicht nur zu erstellen und ihn einmal zu veröffentlichen, sondern ihn vielmehr wiederzuverwenden. Das heißt: den gleichen Content in angepasstem Format auf anderen Kanälen zu publizieren. In meinem letzten Blogpost bin ich darauf eingegangen, wie sich das Modell des Content Marketing Cycle nutzen lässt, um Content systematisch zu erstellen, zu distribuieren und seine Reichweite im Auge zu behalten. Es geht dabei insbesondere auch um die sinnvolle Mehrfachverwendung von Content, gezielt aufbereitet für die Ansprüche der verschiedenen Kanäle.

Content zu erschaffen, kann mühselig sein

Reden wir nicht drum herum: Die Erstellung von immer neuem Content und Content-Häppchen wird im Alltag schnell zu einer nervenden, zeitraubenden Aufgabe. Denn wenn der spannende Teil – die Erschaffung der Hauptinhalte – erledigt ist, müssen diverse Kanäle befüllt werden: Facebook bitte mehrfach wöchentlich, Twitter möglichst mehrfach täglich, dazu eine Insta-Story, ein sachlicher Hinweis auf Xing und bitte LinkedIn nicht vergessen. Communities wollen gepflegt, Gruppen moderiert, andere Beiträge kommentiert werden. Eine Zeit lang macht das Spaß. Bald gerät es zur Aufgabe, die eben auch noch erfüllt werden muss.

Wie wäre es, wenn das Content Marketing System einen größeren Teil der Arbeit übernehmen würde? Die Grundregeln, wie ein Post für einen bestimmten Kanal auszusehen hat, sind doch halbwegs definiert – könnte da nicht das System ein wenig mitdenken und die Posts automatisch erstellen? Genau daran arbeiten wir bei PressMatrix momentan. Wir wollen aus Content automatisch neuen Content erschaffen lassen – auf intelligente Art und Weise.

Unterstützung durch Künstliche Intelligenz

Am Anfang steht ein Stück Content – ein Beitrag für die nächste Zeitschriftenausgabe, ein Fachartikel für die Online-Veröffentlichung, ein Text für eine Marketing-Broschüre, ein Erklär-Video, ein Podcast oder was auch immer. Die Frage für jeden Publisher, Marketing-Experten oder jeden anderen Content-Erschaffer ist doch, wie sich dieser Content nun effektiv alle anderen Kanäle nutzen beziehungsweise bewerben lässt. Also schreibt man was Neues für Twitter, Facebook, Xing und so weiter. Ohne Doubled Content, SEO-optimiert und dem Ton des jeweiligen Mediums angemessen. Das kostet Zeit. Und: Nach dem Post ist vor dem Post – insbesondere Social-Media-Kanäle wollen regelmäßig befüllt sein.

Künftig könnte uns Künstliche Intelligenz hierbei sinnvoll unterstützen. Wir testen und optimieren gerade verschiedene Algorithmen auf ihr Sprachverständnis hin. Aus einem Text sollen sie mehrere Vorschläge für verschiedenen Social-Media-Posts machen. Dabei soll eben genau nicht immer nur die Überschrift oder die ersten Zeichen einer Einleitung als Post-Text verwendet werden. Der Algorithmus soll den gesamten Text analysieren, wichtige Phrasen und Botschaften erkennen und daraus etwas Neues gemäß vorgegeben Zeichen- oder Stil-Regeln formulieren. Aus mehreren Vorschlägen, die der Algorithmus macht, wählt der Nutzer einen aus und macht letzte Feinarbeiten. Daraus wiederum lernt das System – etwa welche Formulierungen dem Nutzer am besten gefallen – und macht beim nächsten Mal noch bessere, individuellere Vorschläge. Das Anfertigen von Social-Media-Posts wäre nur noch eine Angelegenheit von Minuten.

Spinnen wir das kleine Beispiel doch einfach noch weiter. Eine solche KI-Engine könnte, integriert in ein Content-Marketing-System, noch vieles mehr. Auf Basis der individuellen Einstellungen – welche Kanäle, welche Zielgruppen, welche Ziele – aktiv bei der Vermarktung des Content mitwirken. Sie könnte die passenden Vermarktungskanäle filtern und entsprechende Vorschläge machen. Älterer Evergreen-Content ließe sich immer mal wieder einflechten. Die KI-Engine könnte das Marketing-Konzept verfeinern und anpassen und zugleich dem Nutzer wertvolle Zeit bei der Befüllung seiner Marketingkanäle sparen.

Den Erfolg von Content messen
Und noch eine Dimension werden wir unserer intelligenten Content-Creation-Machine hinzufügen: nämlich die Messung des Erfolgs jedes Content-Häppchens. Das ist leichter gesagt als getan. Denn denkt man genauer darüber nach, definiert sich der „Erfolg von Content“ für jeden Nutzer, jeden Kanal und auch jedes Format völlig unterschiedlich. Dem einen genügen viele Likes, der andere benötigt Shares und der dritte bemisst nach Umsatzzahlen. In meinem nächsten Blogpost werde ich m ich diesem Thema ausführlicher widmen.

Macht endlich mehr aus Eurem Content

Content Marketing Cycle – Theorie und Praxis

Autor: Jens Gützkow

Content ist King.
Unternehmen verkaufen keine Produkte, sondern Geschichten.
Mit gutem Content lassen sich Kunden langfristig ans Unternehmen binden.

Diese und ähnliche Floskeln hat jeder, der sich mit dem Veröffentlichen von Inhalten im weitesten Sinne beschäftigt, schon mindestens tausendmal gehört oder gelesen. Und sie sind alle wahr. Wenn der Content gut und relevant ist.

Über die Frage, was guter Content ist, lässt sich trefflich streiten. Nicht nur die Redakteure der klassischen Publisher zerbrechen sich darüber täglich den Kopf, sondern auch die Marketing-Experten der Unternehmen. Das aber eine weite Verbreitung die Chancen erhöhen, dass mehr Menschen zu Lesern und Interessenten werden, ist hingegen unbestritten und erscheint logisch. Doch obwohl die Verantwortlichen Content-Strategien definieren und Content Management Systeme benutzen, steht der Aufwand oft in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Der Content Marketing Cycle – Was soll das sein?

Auch darüber, was der Nutzen einer Content-Strategie ist, könnten wir wahrscheinlich ewig diskutieren. Jedes Unternehmen verfolgt individuelle Ziele mit der Verbreitung von Informationen und selbstgeschaffenem Content. Aber: Eine große Reichweite innerhalb bestimmter Zielgruppen zu erzielen, gehört in fast allen Fällen zu den wichtigsten Intentionen. Das heißt konkret: Content sollte nicht nur erstellt und im Corporate Blog oder als Artikel veröffentlicht werden, sondern er braucht Marketing. Und zwar in Form von Social-Media-Teasern, Adword-Kampagnen, Mailings und ähnlichem. Distribution und Wiederverwertung lauten die Stichworte.

Der Content-Marketing-Kreislauf versucht dies in ein Schema zu packen, damit die Übersicht dabei nicht verloren geht. Denn zur Erstellung und Verbreitung von Content gehören auch Zielgruppenanalysen, Monitoring, Themenfindung, Keyword-Recherche sowie die aktive Steuerung der Kampagnen anhand von Ergebnisanalysen. Ein Kreislauf, der sich mehrfach wiederholt und der mit neuem Content an beliebiger Stelle neu beginnt.

Mehr Automatisierung bei gleichzeitiger Personalisierung

Soll der Content schließlich sein Auditorium nicht nur digital erreichen, sondern auch gelesen, gehört und wertgeschätzt werden, muss er dem jeweiligen Distributionskanal angemessen aufbereitet werden. Soll heißen: Ein Tweet ist anders formuliert als ein Facebook-Post. Warum? Andere Zielgruppen, anderes Behavior, andere technische Vorgaben. In der täglichen Praxis führt das zu sehr viel Arbeit, müssen doch Social-Media-Kanäle nicht nur adäquat, sondern auch dauerhaft bespielt werden. Die Folge: Viele Content-Verantwortliche, vor allem die, die in Unternehmen tätig sind und bei denen Content nur ein geschäftlicher Nebenschauplatz ist, nutzen das Potenzial ihrer Inhalte nicht aus.

Wie lässt sich dem begegnen? Schon heute bieten Content-Management-Plattformen und Publishing-Lösungen Funktionen für die automatische Distribution auf verschiedene Kanäle an. Immerhin. Aber keine deckt den gesamten Content Marketing Cycle ab. Und keine der Lösungen bietet ausreichende Personalisierungs-Möglichkeiten in Bezug auf die unterschiedlichen Ansprüche der Kanäle und der Segmentierung von Zielgruppen. Publisher, egal ob aus den Marketing-Abteilungen oder von gewerbsmäßigen Verlagen, brauchen automatisierte Prozesse – und zwar überall dort, wo es um die Weiter- und Wiederverwertung eines Content-Teils geht.

In meinen nächsten Blogbeiträgen werde ich detaillierter darauf eingehen, wie dies in Zukunft aussehen kann und woran wir bei Pressmatrix diesbezüglich arbeiten. Außerdem wird es um die wichtige Frage gehen, wie der Erfolg eines Content-Teils und der flankierenden Maßnahmen überhaupt gemessen und ins richtige Verhältnis gesetzt werden kann.

Content und Distribution datenbasiert optimieren

Datengetriebene Geschäftsmodelle

Autor: Jens Gützkow

Datengetrieben? Folgen Sie nicht blind!

Fast alles, was Nutzer digital tun, lässt sich messen: Welchen Artikel sie lesen, wie viel Zeit sie damit verbringen, welche Überschrift sie eher zum Klicken animierte, ob ihnen das Video oder der Audiostream besser gefiel und so weiter. Diese Daten lassen sich dazu nutzen, um den Content selbst und seine Distribution zu optimieren. Doch woraufhin optimieren? Dafür müssen KPIs definiert werden, die es zu erreichen gilt.

Das klingt zunächst logisch und natürlich kreieren Medienmacher ihre Publikationen und Kampagnen nicht um ihrer selbst Willen. Vielmehr sollen bestimmte Ziele erreicht werden – an erster Stelle hier zumeist eine hohe Conversion, mehr Umsatz und ähnliches. Aber so abstrakt und übergreifend formuliert – „Wir wollen eine Conversion von XY erreichen“ – taugt dieses Ziel als KPI nur bedingt. Denn für jeden Beteiligten im Content Marketing Cycle bedeutet Conversion etwas anderes. Jeder trägt mit anderen Maßnahmen zum hoffentlich wachsenden Umsatz bei.

Der Content Marketing Cycle: Jeder Beteiligte hat andere Ziele

Ich möchte das genauer erläutern: Für einen Redakteur kann es beispielsweise das Wichtigste sein, wenn viele Menschen seinen Artikel lesen. Um das zu erreichen, kann es helfen, die Themen auszuwählen, die das anvisierte Publikum gerne liest, den Text besser für Suchmaschinen zu optimieren oder gar Clickbaiting mit einer extrem zugespitzten Überschrift zu betreiben. Aus der Sicht eines Online-Marketers kann Erfolg bedeuten, dass der Artikel dank Streuung über zahlreiche Social-Media-Kanäle eine hohe Reichweite erzielt, über Online-Ads viele Menschen ihn finden und möglichst viele davon, diesen kaufen. Gerade aufgrund der gesammelten Nutzerdaten lässt sich hier einiges erreichen.

Aber die grundsätzliche Frage ist doch: Wie viel trägt welche Maßnahme zum eigentlichen Gesamt-Ziel bei? Kann insgesamt mehr Conversion oder mehr Umsatz (oder was auch immer) erreicht werden, weil der Redakteur ein bestimmtes Thema wählte oder der Online-Marketer neben Facebook und Twitter auch auf Instagram streute? Und wenn ja, welche Maßnahme war besonders effektiv und sollte unbedingt das nächste Mal wiederholt werden? Die Wahrheit ist, dass sich diese Fragen kaum beantworten lassen, weil der Wert der einzelnen Maßnahmen gar nicht vergleichbar ist.

Was also tun?

Aus meiner Sicht sind zwei Dinge notwendig: Zum einen müssen Medienmacher ihre übergreifenden KPIs definieren und diese dann auf die beteiligten Marketing-Teilbereiche herunterbrechen. Soll heißen, jede Einzel-Maßnahme bekommt einen abstrakten Wert – je mehr sie zum Gesamt-KPI beiträgt, um so höher ist dieser Wert. Im konkreten Beispiel könnte dies bedeuten, dass das Clickbaiting zwar viele Klicks bringt, aber nur als geringer Teilerfolg gewertet werden kann, weil es wahrscheinlich eher weniger langfristig Interessierte einbringt.

Zum anderen sollten Medienmacher die Nutzerdaten weniger als Optimierungs-Potenzial für Einzel-Maßnahmen sehen, sondern lernen, auch diese im Kontext der übergreifenden Ziele zu betrachten. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Aus den Nutzerdaten ergibt sich recht eindeutig, welche Überschrift besser zieht. Dass viele Leser daraufhin möglicherweise enttäuscht abspringen und eben nicht zum Kunden werden, wird erst sichtbar, wenn weitere Daten zur Analyse hinzugezogen werden. So gehört es zur Definition der KPIs dazu, sich zu überlegen, welche Daten in welcher Korrelation eigentlich welche Aussagekraft haben.

Mit AppVertising Content stressfrei optimieren und distribuieren!

AppVertising ist unsere Lösung für die digitale Vermarktung von Content und Apps. Wir erarbeiten ein individuelles Vermarktungskonzept und setzen die empfohlenen Maßnahmen um.  

Funktionaler, intuitiver und kommunikativer

Das Upgrade auf unsere neue App Version 4.x bringt Ihnen ein frischeres Layout, viele kleinere Verbesserungen und einige große Neuerungen. Künftig erhalten alle App Updates ein Upgrade, sowohl für Android als auch für iOS.

Was bedeutet das für Bestandskunden?

Der Umstieg von Ihrer bestehenden App Version ist mit einer Migration des App Designs verbunden. Der Großteil der Farben und Grafiken kann auch in der neuen App wiederverwendet werden. Neu ist, das im Header des Kiosk jetzt auf allen Gerätegrößen ein Shop Logo angezeigt wird. Dieses Logo benötigen wir als frei skalierbare Vektor Grafik (SVG) von Ihnen Anforderungen.

Das Erstellen von Splash Screen -Grafiken entfällt, so müssen Sie in der Produktion nicht stätig für Neuheiten der unterschiedlichsten Geräte neue Grafik erstellen. Beim Start der App wird jetzt ein Startbildschirm aus dem App-Icon und einer Hintergrundfarbe generiert. Außerdem konzentrieren wir uns zukünftig ausschließlich auf die Unterstützung und Weiterentwicklung der App für den Apple App Store und Google Play Store. Auf Grund von ausbleibenden positiven Entwicklungen sowohl bei den App Downloads als auch den InApp Umsätzen, haben wir den Support des Amazon App Stores vorerst eingestellt.

Die neuen Funktionen

Die neuen Funktionen erleichtern Ihnen die Produktion und bereiten Ihren Lesern ein noch angenehmeres Leseerlebnis. Einige unserer Kunden haben die neue Version in den letzten Wochen bereits ausführlich getestet, so dass wir Ihnen nun einen qualitativ hochwertigen und stabilen Client vorstellen können.

  • Push-Nachrichten mit Badge-Markierung
    Über Push-Nachrichten, können Sie in regelmäßigen Abständen mit Ihren Lesern kommunizieren. Ein kleiner roten Punkt am AppIcon zeigt dem Nutzer an, dass es neue Nachrichten gibt.

  • Android App auf einen externen Speicher legen
    Bieten Sie Ihrem Leser eine Erweiterung der Speicherkapazität seines Smartphones: Denn nun kann der Leser die App auf seinem externen Speicher ablegen.

  • Feedbackbutton in den App-Einstellungen
    Durch den neuen Feedbackbutton schaffen Sie für Ihre Leser einen direkten Kommunikationskanal, über den er sich schnell und unkompliziert bei Ihnen melden kann. Jede E-Mail enthält automatisch alle relevanten Systeminformationen (App-Version, Gerät, etc.), was Ihnen einen schnellen Support ermöglicht.

  • ReadMatrix-Artikelteaser wurde angepasst
    Teaserbilder von ReadMatrix-Artikeln werden jetzt, sowohl in der App als auch im Browser Client, in dem Seitenverhältnis 4:3 dargestellt. Dies sorgt für ein angenehmeres und einheitlicheres Erscheinungsbild.

  • Uncut Cover in der Kioskansicht
    In dem neuen Client können nun auch Ihre Cover im vollen Format abgebildet werden, denn ab sofort passt sich die Darstellung dem Seitenverhältnis des Cover an.

  • Audio- und Video-Dateien in nativem Player
    Audio- und Video-Widgets werden im nativem Player abgespielt. Das ist nicht nur stabiler, sondern zugleich einfacher in der Bedienung.

Weitere Funktionen und Verbesserungen sind bereits in der Entwicklung und werden in kommende Versionen der App einfließen. Sie wollen Ihre Apps auf die neue Client-Version updaten? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Hilfecenter. Für weitere Fragen steht Ihnen unser Service-Team gern zur Verfügung unter service@pressmatrix.de und +49 30 364 288 766.

Digitale Inhalte und ihre Möglichkeiten

Teil II: Welche Ziele mit digitalen Inhalten erreicht werden sollen und anhand welcher Kennzahlen diese gemessen werden. Eine kleine Kundenanalyse.

 

In dem ersten Teil unserer kleinen Kundenanalyse (Link) haben wir die Motive und Überlegungen unserer Kunden dargestellt, die dazu geführt haben, eine digitale Publishing-Lösung einzusetzen. Damit wir unsere Kunden zum Erfolg führen, ist es wichtig, ihre Ziele und Milestones zu kennen. Für alle, die nach einer passenden Lösung suchen, soll diese Analyse als Inspiration und Entscheidungshilfe dienen.

Welche Ziele verfolgen die Kunden mit ihren digitalen Inhalten?

Unseren Verlags-Kunden geht es darum, dass bestehende Print-Geschäft zu stabilisieren oder auszugleichen. Viele haben sich als Ziel gesetzt die Ausgaben für Print zu senken, die Publikationen kostengünstiger, schneller und effektiver zu verbreiten und mittelfristig das digitale Geschäft als festes Standbein zu etablieren.
Dazu gehört für die Meisten neue Leser zu gewinnen, neue Abo-Angebote zu schaffen sowie bestehende Leser und Zielgruppen an digitale Lösungen heranzuführen, um den Einzelverkauf anzukurbeln.

Neben den Lesern, drehen sich viele Zielvorstellungen unserer Kunden um Anzeige- und Werbepartner. Dazu gehören, bestehende Werbekunden zu halten und neue Partner entsprechend der Zielgruppen zu gewinnen. Digitale Werbeflächen bieten, so unsere Kunden, dabei mehr Vermarktungsmöglichkeiten als Printanzeigen. Ein wichtiges Ziel für Content-Anbietet von kostenfreien Inhalten.

Die intrinsischen Motivationen spiegeln sich vorrangig in den Zielen von Unternehmen, Vereinen und Verbänden wider. Hier ist der Leidensdruck von außen weniger stark, dafür ist der Wunsch umso präsenter, moderner zu wirken. Dementsprechend werden Ziele genannt, wie die Bekanntheit und Reichweite zu steigern, um wiederum mehr Produkte zu verkaufen.

Immer wieder überraschen Kunden mit ihren nicht monetaristischen Zielen Zum Beispiel ihr großes Content-Archiv digital zur Verfügung zu stellen. Lehrern und Schülern Unterrichtsmaterialien leichter zugänglich zu machen oder mehr Auswertungsmöglichkeiten von Lesegwohnheiten und Leseinteressen nutzen zu können.

 

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Kennen Sie AppVertising? Wir erstellen zusammen mit Ihnen ein individuelles Vermarktungskonzept für Ihre Inhalte und ermitteln den zu erwartenden Zugewinn an App-Downloads.

 

 

 

Das Ziel wird zum Weg

Ihre Ziele legen sich fast von allein fest, wenn Sie Ihre aktuelle Situation in den Blick nehmen: Was hat sich verändert?
Sind die Veränderungen gut oder haben sie negative Folgen? Wenn ja, wie können wir diese fördern und sich zu Nutze machen?
Und was müssen sie ändern, um negative Auswirkungen umzukehren?
Ihre Wünsche und Motivation funktionieren dabei wie ein Kompass und zeigen Ihnen intuitiv den richtigen Weg.

Den Erfolg messen

Um zu sehen, wie zielführend eine digitale Lösung ist, brauchen Sie aussagekräftige Reports und KPIs. Bei unseren Umfragen waren wir überrascht, wie ähnlich die jeweiligen KPIs unserer Kunden von Verlag bis Unternehmen sind – wenn diese überhaupt festgelegt wurden.

Denn nur wenige Kunden haben bereits konkrete Kennzahlen formuliert, wenn sie eine digitale Lösung beauftragen. Oft orientieren sich die KPIs für ihre digitalen Inhalte an den Kennzahlen aus dem Print-Bereich. So sollen rund 10 bis 15 Prozent der Anzahl an Printlesers in Zukunft die App nutzen, etwa die gleiche Anzahl an Print-Abonnenten auch digital oder 100 digitale Abos in drei Monaten zusätzlich verkauft werden.
Andere Kunden werden dagegen weniger konkret und erwarten eine allgemeine Steigerung der Abonnentenzahlen, eine moderate Anzahl an installierten Apps, Ausgaben-Downloads und eine gute Wiederkehrrate der App-Nutzer.

Überraschend waren die Kunden, die ihr digitales Geschäftsmodell ohne konkrete Kennzahlen starten. Einige betrachten das erste Jahr dabei als Testphase, andere wiederum als Investition, um das digitale Publishing und ihre Möglichkeiten selbst kennenzulernen.
Von einem konkreten Umsatz, der erreicht werden soll, sprachen nur wenige Kunden, obwohl dieser für rund 70 Prozent der Kunden eines der genannten Ziele war.

Faktencheck: Sich klar darüber werden, was man erreichen möchte

Festgelegte Kennzahlen sind notwendig, um den Erfolg der digitalen Lösung zu überprüfen und ihn sichtbar zu machen. Es ist verständlich, dass viele Kunden gerade beim Einstieg in die Welt des digitalen Publishings zunächst wenige Vorstellungen davon haben, was sie erreichen können.
Unser Tipp an Sie: Orientieren Sie sich bei der Festlegung der Kennzahlen an Ihren Print-Inhalten. Oder gehen Sie ganz pragmatisch an die Zielvorstellungen heran: Welche Abo-Zahlen, Einzelkäufe oder Umsätze müssen Sie erreichen, um Ihr Geschäft zu stabilisieren? Dann legen Sie die Extra-Meile drauf.

In unseren Kundengesprächen während des Onboadrings ermuntern wir unsere Kunden dazu, die eine oder andere KPI zu formulieren. So werden erreichte Ziele direkt sichtbar.

Welche Eigenschaften muss eine Digital Publishing Lösung erfüllen?

Wir haben unsere Kunden gefragt, welche Anforderungen sie an eine Publishing-Lösung stellen und warum ihre Wahl wiederum auf PressMatrix gefallen ist. Allen Kunden ist eine einfache, intuitive Handhabung wichtig, die ihre Arbeit wesentlich erleichtert. Viele wollen eine lange Einarbeitungszeit vermeiden und möglichst keinen technischen Aufwand betreiben, um die Lösung einwandfrei nutzen zu können.

Der Preis ist das zweitwichtigste Kriterium. Einige Kunden müssen Verluste aus dem Print-Geschäft ausgleichen und sind bereit eine Investition dafür zu tätigen. Allerdings muss diese auch für kleine Verlage finanzierbar sein. Alle Kunden sind dagegen bereit, für erkennbaren Mehrwert auch mehr zu bezahlen.

Weitere gewünschte Funktionen sind Möglichkeiten um Werbung einzubinden, einzelne Artikel zu veröffentlichen und die Inhalte mit zusätzlichen Informationen und medialen Elementen anzureichern. Die Anbindung vorhandener Abo-Systeme ist besonders für Verlagskunden ein ausschlaggebendes Kriterium für eine digitale, insbesondere unsere, Lösung. Unternehmenskunden schätzen dagegen Lösungen, die die Vergabe von Zugriffsrechten für unterschiedliche Lesergruppen ermöglichen.

Einige Kunden suchen bewusst nach Alternativen zu ihren aktuellen Anbietern. Speziell an PressMatrix schätzen sie vor allem das gute Preis-Leistungsverhältnis, die Funktionalität, die Qualität und Verlässlichkeit der Lösung sowie den Service, der unterstützt, wenn etwas nicht zu ihrer Zufriedenheit läuft.

 

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Die Wahl des passenden Anbieters

Letztendlich liegt die Wahl des passenden Anbieters einer digitalen Publishing-Lösung bei Ihnen.
Schauen Sie sich verschiedene Anbieter an, vergleichen Sie und hören Sie sich im beruflichen Bekanntenkreis um, welche Lösungen dort zum Einsatz kommen und welche Erfahrungen schon gemacht wurden. Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Anbieter, sprechen Sie Ihre Herausforderungen, Vorstellungen und Ziele an. Ein guter Anbieter wird mit Ihnen gemeinsam die passende Lösung für Sie zusammenstellen.

Wenn Sie PressMatrix als Partner für den Auf- oder Ausbau Ihres digitalen Geschäftsmodells in Erwägung ziehen, beraten wir Sie gern persönlich.

Eine digitale Lösung ist selbstverständlich, oder?

Teil I: Wer eine digitale Lösung nutzt und mit welcher Motivation. Eine kleine Kundenanalyse.

Wann ist der richtige Moment gekommen, um seine Inhalte digital anzubieten? Spätestens dann, wenn die Umsätze und Leserzahlen zurückgehen oder die Leser selbst danach verlangen.

Wir zeigen, welche Gründe noch für digitales Publizieren sprechen, wer eine digitale Lösung nutzt und welche Ziele man mit digitalen Inhalten erreichen kann. Hier kommt eine Inspiration und Entscheidungshilfe für diejenigen, die noch zweifeln oder auf der Suche nach der passenden digitalen Lösung sind.


Wer nutzt eine Digital Publishing Lösung?

Eine digitale Aufbereitung und Bereitstellung der eigenen Inhalte ist für jegliche Content-Anbieter interessant. Die größte Gruppe sind Zeitungs- und Zeitschriftenverleger. Egal, ob kleine Verlage mit ein bis fünf Mitarbeitern oder große Medienhäuser.
Eine zweite große Gruppe sind die Corporate Publisher aus Unternehmen und Agenturen, die ihre Kunden auf digitalem Wege erreichen wollen, um zum Beispiel den Service zu verbessern oder ihre Produkte zu verkaufen. Auch hier reicht die Spanne von mittelständischen Unternehmen bis zu Großkonzernen. Die Palette der Inhalte erstreckt sich dabei von Produktkatalogen, über Vertriebsmaterialien bis hin zu Kunden- und Mitarbeitermagazinen. Zudem nutzen immer mehr Vereine, Verbände und Stiftungen digitale Publishing Lösungen, um Mitglieder und Entscheider jederzeit und kostengünstiger zu erreichen.

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Eine prozentuale Auflistung der Publikationen, die mit unserer digitalen Lösung umgesetzt werden.

Wer ist für die digitale Lösung zuständig?

So vielfältig die Anwendungsbereiche für digitale Inhalte sind, so differenziert sind auch die jeweiligen Zuständigkeiten für die digitale Lösung. In kleineren Verlagen ist die Digitalisierung durchaus Chefsache: Verleger, Chefredakteure und Geschäftsführer sind häufig persönlich für die App zuständig. Sie sind Ideengeber und Antreiber des Projekts und gehen mit gutem Beispiel voran.
Nicht immer tragen Redakteure die Verantwortung.

Beinahe ebenso häufig landen Digitalisierungsprojekte bei Produktmanagern und Mitarbeitern des Kundenservice. Hierzu zählen auch die Human-Ressource-Abteilungen, die die App anstatt oder zusätzlich zu einem Intranet betreuen.
In manchen Unternehmen sind zudem die Kommunikations- und Marketingabteilungen für die digitale Publishing-Lösung verantwortlich.

Wen und wie viele Mitarbeiter brauchen Sie, um Ihre Inhalte zu digitalisieren?

Die Betreuung der digitalen Inhalte hängt von der Anzahl und der Art Ihrer Publikationen ab. Oft braucht es keine besonderen Vorkenntnisse, um eine digitale Lösung zu nutzen, sodass sich jeder Mitarbeiter schnell einarbeiten lässt. Je nachdem, wie umfangreich die Inhalte mit Medien angereichert werden, braucht es ein bisschen Zeit. Was die Zuständigkeit angeht, genügen zwei Personen, die mit dem Prozess vertraut sind.

Warum überhaupt digitale Inhalte anbieten?

Die Motivation nach einer digitalen Lösung zu suchen, kann sehr unterschiedlich sein. Im Prinzip sind es drei Szenarien, die unsere Kunden antreiben:

  • Das Verhalten der Leser und Kunden ändert sich.
    Die (ehemaligen) Leser schauen zum Beispiel in ihrer Freizeit eher Videos und Serien, als dass sie Zeitungen lesen.
  • Die aktuelle Geschäftssituation stagniert.
    Das können gleichbleibende Leserzahlen sein oder, wenn die eigene Marke über einen bestimmten Bekanntheitsgrad nicht hinauskommt.
  • Der Ist-Zustand entwickelt sich negativ.
    Die Zahl der Abonnenten und Anzeigenkunden oder gar der Umsatz gehen zurück.

Auslöser für die Suche nach einer Lösung sind mitunter die Leser selbst, die bewusst nach einem digitalen Format fragen. Oder, wenn die Zugriffszahlen auf ein bereits vorhandenes digitales Angebot steigen. Beides ideale Bedingungen, um den digitalen Prozess auszubauen. Auch Anzeigenkunden fragen nach innovativeren Werbemöglichkeiten, um ihre Produkte zu platzieren.

Die richtige Motivation, um eine digitale Lösung zu nutzen ist allerdings immer die eigene. Das kann der Wunsch sein, die eigene Marke und das Image zu modernisieren, neue Leser anzusprechen oder den Lesern einfach mehr Service bereitzustellen.

Mit einer digitalen Lösung lassen sich zudem die zusätzlichen Inhalte, die im Laufe des Redaktionsprozesses entstehen, geschickt unterbringen und gewinnbringend nutzen. Dazu gehört auch den Arbeitsprozess zu optimieren und den „ewigen Papierkram“ abzuschaffen. Der Vertrieb und Service wird so entlastet.
Mitunter bedeutet das, bereits vorhandene digitale Lösungen zu ersetzen. Der Grund dafür liegt oft in der Betreuung und der Technik selbst. Tipp: Der Service spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl der richtigen digitalen Lösung.

Die beste Motivation ist der eigene Antrieb

Ein verändertes Kundenverhalten ist ein ausschlaggebender Faktor, um über die Nutzung von digitalen Inhalten nachzudenken. Genauso entscheidend ist der eigene Wille zur Veränderung und der Wunsch, sich weiterzuentwickeln. Dabei sollten Sie das eigene Team in die Entscheidung miteinbeziehen, damit alle ein gemeinsames Ziel verfolgen.


Im zweiten Teil erfahren Sie, welche konkreten Ziele die Kunden mit ihrer digitalen Lösung verfolgen und anhand welcher Kennzahlen sie ihre Erfolge überprüfen.

Nicht im Trend, aber zielgruppengerecht

Warum das eigentlich ein Artikel zu den Trends 2019 werden sollte und es dann doch ein Appell geworden ist, sich darauf zu konzentrieren, was die Zielgruppe des eigenen Verlags oder Unternehmens wirklich braucht, anstatt einfach nur Trends hinterher zu rennen.

Ein Blick auf die Technologien, die das Jahr 2019 bestimmen sollen: KI, Machine Learning, Chat- und andere Robots. Sprachassistenten, IoT, Contentinsights, Smart Spaces und klar, Blockchain im Journalismus – kaum einer versteht es so richtig, klingt aber mächtig innovativ und darf deshalb auf keiner Liste für angehende Projekte in 2019 fehlen.
Sicher, werden alle diese Themen zukünftig relevant sein, teilweise sie sind es jetzt schon und werden es vermutlich – Achtung gewagte These! – auch in 2020, 2021 und 2022 noch sein. Denn letztendlich ist es das, was die Nutzer bereits gewohnt sind oder in einer perfektionierten Version auch in Zukunft nutzen werden.

Ein Grund warum diese Technologien zum Einsatz kommen, ist, weil sie das Leben einfacher und bequemer machen: sofort zugängliche Informationen, Daten und Produkte, zum Beispiel durch mobile und voice first. Denn alle lesen auf ihren Smartphones, bezahlen über ihre Smartphones, halten Beziehungen zu Freunden über ihre Smartphones aufrecht, lernen mithilfe der Smartphones und lassen sich von diesen unterhalten. Und wenn das Smartphone mal für ein paar Minuten beiseitegelegt wird, sitzen alle vor Monitoren und Tablets oder reden mit kleinen, knubbeligen Lautsprechern, die intelligent und ein bisschen vorlaut sind. Es geht hier längst nicht mehr um digital oder nicht, dass ist die Realität, das ist Alltag, das ist Leben. Deshalb sollten wir uns überlegen, wie wir leben wollen und womit.

Was für einen persönlich gilt, gilt auch für die Leser und Kunden. Welche Inhalte, Geräte und Services brauchen sie wirklich? Mit welcher Motivation lesen die Kunden bestimmte Inhalte oder nehmen einen Service in Anspruch? Denn alle diese Technologien sind nur dann für den einzelnen Verlag oder für ein Unternehmen sinnvoll, wenn die Leser und Kunden diese auch nutzen. Inspiration hin oder her.
Der Trend in 2019 lautet daher: Höre deinen Kunden zu und richte den Fokus auf Technologien und Lösungen, die es dir ermöglichen, mehr über die Zielgruppe zu erfahren, diese gezielt zu erreichen und sich mit ihnen auszutauschen.

Trends als Inspiration, die Zielgruppe als Fixpunkt

Die jahrelange Erfahrung mit Kunden aus dem Verlagsbereich, aus der Unternehmens- sowie Vereinskommunikation und Agenturen zeigt, dass die Inhalte im Mittelpunkt stehen. Die digitale Aufbereitung von Inhalten in einer eigenen App, auf der Website, für Social Media oder einem Alexa Skill ist nur der erste Schritt Der zweite ist eben eine gezielte Analyse, das Hinterfragen der eigenen Zielgruppe und eine Strategie, um den Content gezielt auszuspielen, zu bewerben und gegebenenfalls auch inhaltlich anzupassen. Letztendlich mit dem Ziel, nicht trendy zu sein, sondern erfolgreich – digital und damit auch im „echten Leben“.

Trends und neue Technologien sind eine gute Inspiration, man sollte ihnen allerdings nicht einfach hinterherlaufen. Schaue dir neue Technologien an, mache dir ein Bild von den Möglichkeiten und entscheide dann bewusst, was für deine Zielgruppe geeignet ist. Schließlich kennst du deine Leser und Kunden am besten.

Zum Schluss noch ein Beispiel: Ein Special-Interest-Verlag mit einer Zeitschrift zum Thema Zierfisch-Haltung – gar nicht so eine spitze Zielgruppe, wie man denkt –, würde es bestimmt nützlich finden, einen Artikel mit Tipps über die schnelle Reinigung des Aquariums genau dann direkt auf das Smartphone zu bekommen, wenn das eigene Aquarium tatsächlich schmutzig ist. Das würde gehen, wenn zum Beispiel die Pumpe des Aquariums dem eigenen Smartphone die Information übermittelt „Das Aquarium ist dreckig“. So viel zu den Trendthemen Internet of Things und smarte Assistenten.
Weniger aufwendig, aber trotzdem effektiv, ist eine Aufbereitung der Reinigungstipps als Video, das mit passender Verschlagwortung in der eigenen App oder auf der Website zur Verfügung steht oder als gut verständliche Anleitung für den eigenen Alexa Skill. Das ist auch zielgruppengerecht und vor allem leichter umzusetzen.

Von „digital unterwegs“ zu „digital erfolgreich“

Nur weil Medienangebote digital sind, sind sie noch lange nicht digital erfolgreich. Um das zu erreichen, könnte es helfen, sich einiges beim Online-Marketing abzuschauen.

Nur weil Medienangebote digital verfügbar sind, sind sie noch lange nicht digital erfolgreich. Um das zu erreichen, könnte es helfen, sich einiges beim Online-Marketing abzuschauen.

‚Die Aufmerksamkeit des Nutzers ist stark begrenzt und schwer zu erreichen‘, ‚Print-Medien verlieren stark an Bedeutung und digitale Angebote können den Umsatzverlust nicht auffangen‘. ‚Medienmacher müssen ihre Zielgruppe auf den passenden digitalen Kanälen ansprechen‘ – diese und ähnliche Phrasen haben Sie und ich, die wir uns mit der Digitalisierung der Medien beschäftigen, oft genug gehört. Und es macht die Sache nicht einfacher, dass sie wahr sind.

Vielleicht lässt sich die Situation der Medienwelt so zusammenfassen: Digitale Angebote gehören zum guten Ton. Verlage und Unternehmen testen verschiedene Ideen, um diese zu monetarisieren, doch an dauerhaft tragfähigen Konzepten fehlt es bislang. Die Nutzer – vom Leser über den Hörer bis zum Zuschauer – agieren längst sehr digital, nehmen digitale Contents gerne an, sind aber nur bedingt zahlungsbereit. Die Folgen spüren die Medienmacher konkret: Die Zielgruppe sucht immer weniger nach einer Publikation mit den für sie relevanten Themen, sondern recherchiert themenspezifisch über zahlreiche zumeist digitale Quellen hinweg. Das macht es schwierig, Abos zu verkaufen.

Online-Sichtbarkeit muss erarbeitet werden

Die meisten Medienmacher sind bereits digital unterwegs und haben ihr Print-Angebot entsprechend erweitert, mit einem Webportal etwa oder einer Magazin-App für Smartphone und Tablet. Ein guter, sehr wichtiger Schritt. Dennoch: Da Content praktisch zu jedem Thema massenhaft und ständig zur Verfügung steht, ist es für einzelne Angebote schwer, sich dem Interessenten im passenden Moment anzubieten. Große Verlagshäuser mögen es schaffen, sich mit viel Werbung und aufmerksamkeitsstarken Aktionen potenziellen Kunden immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Mittlere und kleinere Medienmacher – zu diesen zählen auch beispielsweise Unternehmen, für die die Herausgabe eines Kundenmagazins zur Kundenbindung dient, aber nicht zum Hauptgeschäft gehört – ist das kaum zu meistern. Zumal bei breit aufgestellten Kampagnen, die Streuverluste sehr hoch sind. Für ein Fachmagazin mit klar definierter Zielgruppe kaum interessant und schlicht nicht bezahlbar.

Medienmacher stehen also im Prinzip vor demselben Problem, vor dem alle Unternehmen standen, als das Internet gezielte Suche nach Produkten Dienstleistern samt Bewertungsmechanismen geschäftstauglich machte. Vorbei die Zeit der Mund-zu-Mund-Propaganda und der langjährigen Kundenbeziehungen – der günstigere Wettbewerber nur den berühmten einen Klick entfernt. Mehr noch: Sucht ein potenzieller Kunde den passenden Anbieter, muss man als ebensolcher in der Liste des Suchmaschinen-Ergebnisses entsprechend ranken, um relevant zu sein. Mehr als eine Seite Suchergebnisse sieht sich kein Mensch an – die Zeit ist knapp und Aufmerksamkeit eben rar. Mit SEO, Adword-Kampagnen und Social Media Storytelling müssen sich Unternehmen ihren Online-Rank immer wieder neu erarbeiten.

Digital erfolgreich: Medienmacher werden zu Online-Marketiers

Was heißt das für digitale Medienangebote? Sie brauchen genau das. Eine Magazin-App findet nicht per se Leser, nur weil sie da ist und die Inhalte der Print-Variante nun digital konsumierbar sind. Natürlich lassen sich in einem digitalen Magazin Inhalte viel nutzerfreundlicher darstellen, mit eingebunden Audiofiles etwa oder kurzen hörbaren Teasern. Das Angebot wird damit attraktiver. Allerdings aber muss das Angebot vom anvisierten Kunden im richtigen Moment gefunden werden.

Online Marketing kann das erreichen. Mit einem jeweils individuellen Mix aus SEO, Website-Optimierung hinsichtlich User Experience (sprich: mit wenigen Klicks zum passenden Angebot), Online-Bewerbung durch Advertising und AdWords sowie Zielgruppenanalyse. Besonders letzterer kommt eine besondere Bedeutung zu: Denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, über die sich eine Online-Kampagne zuspitzen lässt, Stichwort „Streuverluste vermeiden“: Sollen eher Print-Abonnenten von einem Zusatz-Online-Angebot überzeugt oder ganz neue Leser gewonnen werden? Ist die Zielgruppe eher auf Facebook unterwegs oder informiert sie sich über Twitter? Wie mobil-affin ist die Zielgruppe und welche digitalen Konkurrenzangebote gibt es? Alles typische Fragen, die sich viele Medienmacher sicher schon gestellt haben. Wenn es nun gelingt, dies in eine flexibel anpassbare Online-Kampagne umzuwandeln, die die Nutzer dort abholt, wo sie sind, werden digitale Umsätze wachsen.

Ein spannendes Thema, welches eine Detailbetrachtung verdient. In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich einige wichtige Kriterien der Zielgruppen-Analyse beschreiben, die direkten Einfluss auf eine Online-Kampagne haben – damit diese digital erfolgreich ist.

Über Jens Gützkow

Jens Gützkow ist Mitbegründer und Geschäftsführer von PressMatrix. 2011 gegründet, unterstützt das Unternehmen Publisher bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen Monetarisierungsmodellen. Bereits zuvor prägten Jens Gützkow und von ihm mitgegründete Start-ups die Evolution digitaler Geschäftsmodelle mit: Schon lange bevor es App Stores gab, beschäftigte er sich mit Mobile Apps. Er brachte eine Videoplattform mit innovativem Umsatzkonzept auf den Weg und unterstützte u. a. das EU Forschungsprojekt „P2P Next“.